Ab Mittwoch, den 10.02.2010, wird aus dem virtuellen Coworking Stuttgart ein realer Raum in der zweiten Etage des Gründerzentrums H7.
In vier schönen, großen und hellen Räumen möchten wir in den kommenden Tagen, Schritt für Schritt, einen Coworking-Space einrichten, in den man gerne zum Arbeiten und Vernetzen kommt.
Bis Anfang März, wenn wir die offizielle Eröffnung planen, möchten wir Euch die Gelegenheit bieten, die Alpha-Phase des Coworking Stuttgart mitzuerleben und zu gestalten und – warum nicht – an eigenen Projekten zu arbeiten! Auch wenn nicht gleich am 15.02. die ganze Infrastruktur vorhanden sein wird, sondern erstmal nur Tische, Stühle, Internet und Kaffee laden wir euch herzlich ein, zwischen dem 15.02. und 28.02. im Rahmen unserer Coworking Test Days, eure Projekte und Laptops mitzubringen und Coworking gratis zu erleben!
Wir haben einen großen Meilenstein genommen und heute unser Vorhaben als Gewerbe angemeldet. Die Prozedur der Antrags-Ausfüllung und der anschließenden Übertragung in den Computer des Amtsmitarbeiters ist zwar nicht sonderlich aufregend, dennoch empfinden wir es als einen erhabenden Moment Spannend war zum Einen das Aktenchaos in der Amtsstube und zum Anderen die Diskussion und die fragenden Blicke als es um die Beschreibung der angemeldeten Tätigkeit im Formular ging. Wir haben dann aber eine Formulierung gefunden, mit der alle Seiten leben können und sind nun also mit dem heutigen Tag die Coworking Stuttgart Amelung & Copaciu GbR.
Nächste Woche geht es dann weiter, hierzu aber mehr im nächsten Posting
Wir wollen euch nochmals an unser Treffen an diesem Mittwoch (3.2.) erinnern. Um 19 Uhr wollen wir im Cafe Galao zusammenkommen und die neuesten Dinge besprechen und auch ein paar Entscheidungen treffen. Wir möchten euch bitten, euch zum Termin anzumelden, damit wir wissen, mit wie vielen Teilnehmern wir rechnen können und einen entsprechend großen Tisch reservieren.
Zum Anderen besichtigten wir das neue Angebot “Kreativraum Stuttgart” in der Türlenstraße. Hier soll in der ehemaligen Mercedes-Benz Niederlassung eine Zwischennutzung entstehen. Auch davon einige Bilder: http://coworking0711.mixxt.de/networks/images/album.16712
Wer sich selbst nochmal ein Bild von der Türlenstraße machen möchte hat dazu diesen Mittwoch Gelegenheit, am 3.2. um 11 Uhr in der Türlenstraße 2. Wir werden auch wieder dabei sein.
Wir wollen uns wieder mit euch treffen, um die neuesten Entwicklungen zu besprechen, euch ein Update in Sachen Coworking Stuttgart zu geben und um uns untereinander auszutauschen. Ihr seid herzlich eingeladen! Als Ort schlagen wir das Café Galao vor, in der Tübinger Straße 90. Beginn um 19 Uhr.
Alle Termindetails und die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr auch auf unserer Mixxt-Seite.
Zum Treffen wollen wir nochmals die Standortfrage, die Namensvorschläge und die nächsten Schritte besprechen.
Gutes Timing, würde ich mal sagen: Fast zur gleichen Zeit wie der Küchenradio-Podcast entstand bei cliq.fm im CLIQ Talk eine Folge zum Thema Coworking. Im Gespräch erzählt Nico Krause, der gerade in Leipzig “Le Space” aufbaut (Herzlichen Glückwunsch von unserer Seite dazu übrigens), wie er zu Coworking gekommen ist und wie die Entwicklung in Leipzig ihren Lauf nahm. Die gut gestellten Fragen vom Moderator Michael Meinhardt treffen sicher auch den Nerv vieler Coworking-Interessenten und nicht zuletzt deshalb finde ich das Gespräch, was inzwischen als Podcast verfügbar ist, sehr hörenswert. Viel Spass
Die aktuelle Folge des Küchenradio-Podcast widmet sich insbesondere dem Thema Coworking und spricht ausführlich mit Philip und Sebastian vom Studio70 über die Idee und die Entstehung von Coworking, ihren Coworkingspace “Studio70″, die Coworking-Bewegung weltweit, das Hallenprojekt, Bausteln und vieles mehr. Eine sehr interessante Folge, die alle Aspekte von Coworking gut zur Sprache bringt. Wir sagen: unbedingt anhören!
“Coworking Spaces als kreative Keimzelle für Freiberufler”
Die aktuelle Ausgabe (Januar) des Stadtmagazins Lift beinhaltet einen schönen Artikel über Coworking und unsere Initiative. Mit Zustimmung der Redaktion dürfen wir diesen hier online stellen. Er beschreibt – wie wir finden – gut und kompakt unser Vorhaben, die Idee und die Vorteile des Coworking.
Wir hoffen, ihr seid gut ins neue Jahr gestartet und habt euch über die Feiertage ebenso gut erholt. Auch wir haben uns eine kleine Auszeit gegönnt, waren aber auch nicht ganz untätig. Vor allen Dingen haben wir weiter am Businessplan und an möglichen Preisstrukturen gearbeitet.
Ende Dezember ist in der Stuttgarter Zeitung ein Artikel über Coworking erschienen, in dem auch unsere Initiative erwähnt wird. Dieser hat uns noch einmal Anschub gegeben, weitere Aufmerksamkeit erzeugt und neue Angebote hervorgebracht.
Die wichtigste Neuigkeit ist also ein neues Raumangebot. Auf dem Gelände von ehemals Möbel-Beck in der Hauptstätter Str. 111 soll ein neues Kreativzentrum mit Räumen für Musiker, Künstler & Co. entstehen und hier hätten auch wir die Möglichkeit, mit unserem Coworkingspace einzuziehen. Es handelt sich wiegesagt um ein ehemaliges Möbelhaus, die Raumgestaltung ist offen und kann flexibel nach unseren Bedürfnissen angepasst werden und die Räume sind hoch, bieten also Raum zur Entfaltung Die Lage ist zentrumsnah und das Objekt ist per Auto gut zu erreichen, ebenso wie per ÖPNV (Haltestellen Marienplatz oder Österreichischer Platz bzw. Bushaltestellen in der Nähe), Parkplätze sind im Hof kostenlos verfügbar. Im gesamten Objekt sollen noch weitere Kreative ihren Platz finden, eine Cafeteria ist geplant und Platz für Veranstaltungen soll es auch geben. Natürlich ist auch nicht alles perfekt, z.B. dürften die Energiekosten aufgrund der Raumgestaltung höher liegen und müsste Raum für bspw. Einzelbüros oder Besprechung noch geschaffen werden. Einen Eindruck von den Räumen, wo sich derzeit noch ein Polstermöbelverkauf befindet, könnt ihr euch mithilfe von unseren Fotos machen:
Wenn es sich einrichten lässt, können wir uns diese Woche vielleicht nochmal direkt vor Ort treffen, damit auch ihr euch ein Bild machen könnt. Gerne könnt ihr aber auch eure Meinung hier per Kommentar oder per E-Mail uns mitteilen. Wir freuen uns über euer Feedback.
Update: Wie angekündigt wollen wir euch die Möglichkeit anbieten, das Objekt in der Hauptstätter Straße selbst einmal in Augenschein zu nehmen. Dazu bieten wir folgenden Termin an: Mittwoch, 13.01.2010 um 16:30 Uhr. Wir treffen uns im Hinterhof der Hauptstätter Straße 111.
Das Video zeigt in einfachen Worten und Bildern wie Coworking in der IndyHall Philadelphia funktioniert. Dieses Konzept wollen wir auf Stuttgart übertragen und einen Coworkingspace hier in unserer Stadt etablieren.
Ein Gastbeitrag von Monja, der uns per E-Mail erreichte und mit Zustimmung der Autorin hier veröffentlicht wird:
Ereignisse, welche scheinbar zufällig und gleichzeitig an verschiedenen Orten der Welt zu verzeichnen sind, dürfen nicht isoliert voneinander betrachtet werden. Ein Analog–Beispiel hierzu findet sich u.a. in der Chaostheorie.
Aktuell sind wir auf kultureller, bzw. wirtschaftlicher und politischer Ebene global derart verknüpft, dass weder auf der Meta–Ebene ein Staat, noch auf kleiner Ebene, eine einzelne Person sich diesem Prozess entziehen kann. Die Probleme unserer Zeit lassen sich nur noch in gemeinsam koordinierten Handlungsabfolgen lösen. Sowohl Branchen– als auch Länderübergreifend. Vor diesem Kontext wird ein großer Teil der globalen Problemkonstellationen wohl nur angegangen werden, wenn sich die Menschen als Individuen den einzelnen Themen initiativ widmen. Die Staaten können aufgrund ihrer vielfältigen Abhängigkeit dieses nur noch sehr bedingt leisten. Genannte Rahmenbedingungen bilden den gesellschaftlichen Hintergrund und somit die Basis der Idee des CoWorking.
Es geht nicht mehr um das Trennende in den Bereichen Kultur, reliogiöse Zugehörigkeit oder Ländergrenzen, viel mehr geht es um die Grenzen in unseren Köpfen! Nicht was jemand tut, sollte das Ausschlaggebende Moment sein, sondern in welcher Haltung er den entsprechenden Arbeitsbereich angeht. Da sich bereits heute die Auflösung der Grenze zwischen Privat– und Berufsleben abzeichnet, wird diese Haltung, mit welcher das Leben in Beruf und Privatleben bewältigt wird, um so relevanter. Dies erklärt auch das zunehmende Interesse an Themen wie Ökologie und Sozialer Gerechtigkeit, bzw. einer daraus resultierenden Verknüpfung unter dem Ansatz einer Sozioökologischen Gesellschaftsbetrachtung.
Eine Vielfalt an menschlichen Charakteren in Gestalt von verschiedenen Berufen stellt keine Verzettelung oder gar Bedrohung dar, sondern hilft bei der eigenen Standort–Bestimmung und schafft somit die Basis für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sich für einen möglichst großen, umfassenden Rahmen zu öffnen, nämlich für all jene, welche die Bereitschaft zur Kooperation mitbringen, spricht auch die Betriebswirtschaftliche Betrachtungsweise: Je mehr motivierte Personen sich dem Projekt widmen, desto mehr schließen sich im Nachfolgenden an. Dieser Multiplikatorische Effekt ermöglicht somit eine potentiell schneller zu erreichende Rentabilität des CoWorking–Projektes.
Interessant im Hinblick auf das Thema „Notwendigkeit zur Offenheit nach allen Seiten“ ist ein Analog–Beispiel aus der Hirnforschung: Ein Gehirn kann ohne neuen Input im Äußeren in Gestalt von Ereignissen, Menschen und bestimmten situativen Gegebenheiten keine neuen Verknüpfungen erstellen. Dieser Mangel an neuen Verknüpfungen führt nicht etwa zum Erhalt des StatusQuo. Im Gegenteil: Ein kontinuierlicher Mangel an Außen–Reizen mündet in die Degeneration! Auf eine Volkswirtschaft und Kultur übertragen, verkörpert das Bedürfnis nach Ausgrenzung von vermeintlichen Konkurrenten bzw. fremden Kulturen die eigentliche Bedrohung, sowohl für die heutigen komplexen Staaten– und Gesellschaftsgebilde, als auch für die jeweiligen menschlichen Individuen.
Wettbewerb sollte nicht als eine Metapher für eine Ellbogenarmee missverstanden, sondern als Chance begriffen werden, sich inmitten einer heterogenen Gesellschaftsblase, sowohl in wirtschaftlicher als auch in persönlicher Hinsicht neu aufzustellen. Hierdurch entstehen im besten Falle neue Kooperationen und Entwicklungen.
In diesem Sachverhalt liegt auch die eigentliche Herausforderung unserer Zeit.